FAQ zur Prozesslandkarte
Allgemeines zur Prozesslandkarte
Was ist die Prozesslandkarte und wofür wird sie genutzt?
Die Prozesslandkarte schafft einen ganzheitlichen Überblick über Prozesse, die für die Banken der genossenschaftlichen FinanzGruppe zur Abbildung ihrer Geschäftsmodelle notwendig sind, und hilft bei der strukturierten Umsetzung des neuen Betriebsmodells.
Wer kann auf die Prozesslandkarte zugreifen?
Alle Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe haben Zugriff auf die Prozesslandkarte im Excel-Format. Sie kann somit von zentralen Dienstleistern als auch von einzelnen Banken über das BVR-Extranet abgerufen werden.
Wie unterstützt die Prozesslandkarte das neue Betriebsmodell?
Sie sorgt für Transparenz über Prozesse, hilft bei der Standardisierung und Automatisierung und dient als Grundlage für die strukturierte Umsetzung des nBM.
Struktur und Aufbau der Prozesslandkarte
Wie ist die Prozesslandkarte strukturiert?
Die Prozesslandkarte ist in sechs Strukturebenen organisiert:
Ebene 1: Typologien
Ebene 2: Prozesscluster
Ebene 3: Produkte & Services
Ebene 4: Leistungsphasen
Ebene 5: Prozesse
Ebene 6: Prozessvarianten
Welche Prozesse sind in der Prozesslandkarte enthalten?
Sie enthält alle Prozesse einer Bank, welche zur Abbildung ihres individuellen Geschäftsmodells notwendig sind. Dabei unterscheidet die Prozesslandkarte in Kundenorientierte Prozesse und Interne Unternehmensprozesse.
Was sind Prozesscluster und warum sind sie wichtig?
Prozesscluster sind thematische Gruppen von Prozessen, die logisch zusammengehören. Sie helfen dabei, Prozesse effizient zu organisieren und standardisiert zu optimieren. Dies unterstützt dabei alle für einen Kundenbedarf relevanten Prozesse im Blick zu behalten.
Welche Metainformationen enthält die Prozesslandkarte?
Neben den eigentlichen Prozessen enthält die Landkarte zusätzliche Meta-Informationen, z. B.:
Vertriebskanäle
Technische Lösungen
Kurzbeschreibungen der Prozesse
Nutzen und Zusammenspiel von Prozesslandkarte und GENO-Prozessportal
Was ist das GENO-Prozessportal und wie hängt es mit der Prozesslandkarte zusammen?
Das GENO-Prozessportal, als Anwendung für das Prozessangebot in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, bildet zentrale und bankeigene Prozessinformationen entlang der Struktur der Prozesslandkarte ab. Damit ermöglicht das GENO-Prozessportal die systemgestützte Navigation durch die Prozesslandkarte und das Prozessangebot in der genossenschaftlichen FinanzGruppe und sorgt somit für Transparenz.
Wie kann meine Bank das GENO-Prozessportal für sich nutzen?
Banken können das GENO-Prozessportal verwenden, um:
Prozesse von Atruvia und weiteren Prozesslieferanten einzusehen.
Im Zielbild: Bankeigene Prozesse zu erfassen und zu verwalten.
Im Zielbild: Effizienzpotenziale durch Prozessoptimierungen zu identifizieren.
Wie unterstützt die Prozesslandkarte die Umsetzung von Prozessen?
Sie bietet die Grundlage für eine strukturierte Realisierungsreihenfolge und für die Erstellung von Roadmaps für Prozesslösungen. Im Rahmen des GENO-Prozessportals sehen Banken, welche Prozesse bereits standardisiert oder automatisiert wurden
Welche Rolle spielt die Prozesslandkarte für die Wertschöpfungskette (E2E)?
Sie zeigt die Zusammenhänge zwischen verschiedenen fachlichen Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dadurch wird eine durchgängige Prozessgestaltung von Anfang bis Ende (End-to-End) ermöglicht.
Weiterentwicklung und Zukunft von Prozesslandkarte und GENO-Prozessportal
Wird die Prozesslandkarte weiterentwickelt?
Ja, die Prozesslandkarte wird stetig überprüft und bei Bedarf gemeinsamen zwischen BVR, Banken und Atruvia angepasst. Die Anpassungen werden auch im GENO-Prozessportal reflektiert.
Wie wird der Realisierungsfortschritt von Prozessen dargestellt?
Entlang der Struktur der Prozesslandkarte zeigt das GENO-Prozessportal, welche Prozesse bereits umgesetzt wurden und welche noch in Entwicklung sind.
Wer ist für die Pflege und Qualitätssicherung der Prozessinformationen im GENO-Prozessportal verantwortlich?
Die zentralen Dienstleister pflegen die Standardprozesse entlang der Prozesslandkarte im GENO-Prozessportal. Die Banken können zusätzlich eigene Prozesse hinzufügen. Die Qualitätssicherung erfolgt über ein Quality Gate, das sicherstellt, dass alle Prozesse den festgelegten Standards entsprechen.
Ist-Kapazitäten und Effizienzpotenziale
Wie wurden die Ist-Kapazitäten der Banken im Rahmen des „nBM Check-ups“ nach Prozessen der Prozesslandkarte erfasst?
Die Prozesslandkarte bildet die Ist-Kapazitätsbindung der Banken auf Basis von 70 Prozessen ab. Diese Kapazitäten wurden mit 10 Beispielbanken im Rahmen des „nBM Check-up“ erhoben und auf alle Genossenschaftsbanken hochgerechnet.
Wie wird das Effizienzpotenzial der Prozesse bewertet?
Banken bewerteten Prozesse nach vier Kriterien:
Effizienzpotenzial
Ertragspotenzial
Kundenbindungspotenzial
Komplexitätsaspekte
Die Bewertung erfolgte in fünf Stufen, wobei das Effizienzpotenzial in Prozentbereichen angegeben wurde.
Welche Effizienzgewinne sind durch das nBM möglich?
Die Validierung der nBM-Ambition zeigt ein Effizienzpotenzial von 2,6 Mrd. EUR. Diese Summe wird durch aggregierte Bewertungen der Prozesse in der Prozesslandkarte und je Prozesscluster bestimmt.
Priorisierung und Umsetzung der Prozesse
Wie werden Prozesse der Prozesslandkarte priorisiert?
Im Rahmen des „nBM Check-ups“ wurden mit 30 Banken Priorisierungen anhand der Bewertungskriterien festgelegt und eine Priorisierungsliste der Prozesscluster erstellt. Diese Liste dient als Basis für die weitere nBM-Realisierung.
Wie viele Prozesse werden im Breiteneinsatz genutzt?
Die Anzahl verfügbarer Prozesse je Prozesscluster wird regelmäßig aktualisiert und anhand der tatsächlichen Nutzung durch Banken überprüft. Über das GENO-Prozessportal erhalten Banken einen Überblick, welche Prozesse im Breiteneinsatz zur Verfügung stehen.